Herausgeber:
Rolf Müller, Kaiserslautern
HP eingestellt März 2005

Letztes Update 14. 10. 2019

Gästebuch

Fahrradwege

Fahradwege? Was soll denn das? Das fragte ich mich auch, bis eine völlig neuartige, alles bisherige übertreffende
Markierungstechnik an Kreuzungen z. B. Mainzerstraße/Benzinoring oder Ludwigstraße/Gersweilerweg und weitere,
alles bisher darüber bekannte in den Schatten stellte und mir den Glauben an zweckmäßige Planungen wieder gab.

Die Kennzeichnung von Radwegen unterliegt Regeln. Üblicherweise...

Radfahrstreifen sind auf der Fahrbahn markierte und der für Fahrradfahrer vorgesehener Teil der Straße. Sie werden durch das Verkehrszeichen 237 gekennzeichnet. Sie sollten eine Mindestbreite von 1,60 Meter haben. Sie werden häufig an vielbefahrenen Straßen von den Kommunen eingerichtet.

Dort, wo die Straße nicht genügendend breit für die Einrichtung eines Radfahrstreifens ist, werden für Radfahrer Schutzstreifen eingerichtet. Auch als Schonraum bezeichnet sind sie ein Fahrbahnkonzept zum Abtrennen des Radfahrverkehrs auf der Fahrbahn. Schutzstreifen werden durch eine unterbrochene Fahrbahnmarkierung gekennzeichnet, welche widerum kaum die vorgeschriebene Breite eines Fahrradweges haben, und nicht mehr als Alibifunkionen der ausführenden Behörden sind. 
Und das selbst, wenn neben der Straße ein sehr breiter, kaum frequentierter Gehweg vorhanden ist auf dem Fahrradfahrer ausreichenden und sicheren ”Schutzraum” bekommen könnten.

So kennen wir es.
Aber was seit geraumer Zeit in Kaiserslautern passiert lässt allen Glauben an die Vernunft sinken. An nahezu allen Kreuzungen bringt ein Leistungsträger der
optimierten Verkehrsführung und mit ebenso großem Einfühlungsvermögen für Fahrradfahrer, Schilder an, bei denen die Frage erlaubt ist, wie sind die Fahrradfahrer bisher auf die anderen Straßenseiten gekommen sein könnten.
Was nimmt er ein?
Oder besser, wer segnet so etwas ab?

HInweisschild Ausschnitt Ziel Kreuzung

Vielleicht verstehe ich es nur nicht und benötige einen Ergänzungskurs für sinnfälliges überqueren einer Kreuzung. Nehmen wir einmal an, ich komme (orangener Pfeil) zum Ausgangspunkt (blauer Kreis). Jetzt wäre es zu einfach direkt über die Ampel (gelber Pfeil) zum Ziel zu gelangen. Unser Planergenie möchte, dass wir entsprechend des Schildes für Linksabbieger, den roten Pfeilen folgen. Damit wir unseren Weg nicht plötzlich vergessen und nicht mehr wissen wohin uns die Verkehrsführung führt, wurden zusätzlich Fahrbahnmarkierungen neben dem Fußgängerweg zur anderen Straßenseite angebracht.
Diese gehen nicht etwa, wie man es annehmen könnte über die komplette Straße, nein sie enden mittig der jeweiligen rechten Fahrspuren. Folglich dort, wo der meiste Verkehr ist.

Abbiegespur Straßenmitte 1 Ausschnitt

Die sehen dann so aus und sagen uns vermutlich, dass man sich jetzt in den fließenden Verkehr vor dem Fußgängerweg einzuordnen hat. Oder wie..., oder was?

aa2

Eine Kreuzung weiter, dort ist nur ganz selten Verkehr, haben wir um links abzubiegen, vom halbwegs sicherem Fahrradweg (wir erinnern uns, das ist dieser “Schutzraum” auf dem sicheres Fahren gewährleistet ist)
zur Mitte der Straße in den laufenden Verkehr abzubiegen um dann, ja was dann, mitten auf der Kreuzung nach links abzubiegen oder geradeaus über die Kreuzung zu fahren. Diese Kreuzung vor Hornbach kennt man schon lange Zeit als kaum befahrene Strecke und fühlt sich dort so richtig sicher
.

Es ist stark davon auszugehen, dass diese Regelungen in Kürze ebenfalls von Fußgängern eingehalten werden müssen. Um daran zu erinnern.
Fahrradfahrer haben ihr Gefährt auf Fußgängerwegen zu schieben und daher ist es nur gerecht, wenn sich Fußgänger an die Regelungen entsprechen der Kennzeichnungen zu halten haben.

Fahrweg Straßenmitte
Fahrweh neu HP

So ebenfalls die Gegenseite, mit der die Verwirrung noch zu toppen ist. Um diese Fotos, ohne den laufenden, sehr starken Verkehrsfluss zu machen, brauchte es viel Geduld. Ob Fahrradfahrer diese Todesspur jemals benutzen werden?

Weg mit Autos HP1 Fahrrad 2 HP
Fahrrad 1
Fahrrad 3 HP

Und so sieht es in der Realität mit Fahrzeugen,
für die potentiellen Selbstmörder aus
.

Pfaff Haupteingang HP

Wer da glaubt, dass wäre bereits alles an sicheren Fahrspuren täuscht sich gewaltig. Hier die Spur von der Pirmasenser- auf die Königstraße gegenüber dem Pfaff-Haupteingang. Eine Spur, erneut mittig aus dem Nichts kommend, zeigt auf wie Fahrradfahrer im Straßenverkehr “unauffällig” dezimiert werden können.

Kommentare zur Veröffenlichung (nur mit Namen) willkommen. nminfo(at)web.de
Oder besser noch ihr sendet ähnliche Erfahrungen, die ich gerne veröffentliche.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen.
Ich mag Kaiserslautern und kenne dessen Geschichte und vieles was diese Stadt liebeswert macht.

Aber weniger mag ich diese Art von Schildbürgerstreichen, die ohne öffentlich darauf aufmerksam zu machen, nicht einzugrenzen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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