Herausgeber:
Rolf Müller, Kaiserslautern
HP eingestellt März 2005

Letztes Update 14. 09. 2019

Instrumentenbau

 Die Geschichte der Instrumentenbauer-Dynastie
 Pfaff Kaiserslautern

Die Pfaff-Dokumentation brachte es zwangsläufig mit sich, dass der Instrumentenbau angesprochen werden musste. Allerdings nicht in ganzer Tiefe, die diesem angemessen war.

Und so blieb es, bis auf einem kleineren Kreis an der Pfaff-Geschichte interessierten Personenkreis nahezu unbekannt, dass die Wurzeln von Georg Michael Pfaff und die seiner Brüder im Verborgenen blieben.

Im Grunde sehr erstaunlich, da die Frage: „Was, der hat auch Instrumente gebaut“, bei mir auf Unverständnis stößt, da oft genug darüber berichtet wurde und noch schlimmer, es waren oftmals ehemalige Pfaff-Mitarbeiter, deren Kenntnis nur soweit zurückreichte, dass dort Nähmaschinen gebaut wurden und ihnen die tatsächliche Geschichte mehr oder weniger Bedeutungslos war.

Deckblatt für HP
Rendsburg

Zeitgenössische Instrumentenbauer-Werkstatt um 1900.
Hier Wendler, Rendsburg, in dessen Kelleräumen
12 Instrumentenbauer in den bescheidensten Verhältnissen
auf 80 m2 arbeiteten.

Es war an der Zeit, dass bisher brach liegende Wissen über die Anfänge der Pfaff- Brüder festgeschrieben, und die Geschichte Pfaff bis in ihre Anfänge nachvollzogen werden musste. Ebenfalls ist es eine Verpflichtung Erinnerungen wach zu halten um nicht zu vergessen, dass Kaiserslautern letztendlich seinen Instrumentenbauern den wirtschaftlichen Aufschwung des 19. Jahrhunderts zu verdanken hatte.

Genau genommen, dem daraus entstehenden Aufschwung der Nähmaschinenindustrie, welche in der aufsehenerregenden Pfaff- Dokumentation gewürdigt wurde und deren Inhalt, und dem viele erschreckenden Wissen, dass Pfaff zu seiner Gründungszeit eine Singer-Nähmaschinenfabrik war, so manchen Pfaffianer in seinem Glauben an Pfaff erschütterte. Besonders sträflich das verhalten eines Pfaff-Archivars, der mit allen seinen Möglichkeiten versuchte, die Historie von Pfaff zu glorifizieren und historische Dokumente vernichtete.
Alle? Wie wir heute wissen gelang es ihm nicht und die vollständige Historie der (unserer) Pfaff-Nähmaschinenfabrik konnte recherchiert werden
.

Ähnlich ging es mit dem Instrumentenbau.
In den 60er Jahren wurde ein Pfaff-Museeum eröffnet
in dem neben Nähmaschinen auch Pfaff-Instrumente ausgestellt wurden.
Gegen besseres Wissen wurden dort ausschließlich Instrumente seines Bruder Franz Pfaff ausgestellt.
Es ist nur einer der vielen Gründe, die Ursprünge von Georg Michael Pfaff und seiner Zeit als Instrumentenbauer nachzuvollziehen.

Pfaff wie Kayser, König oder Laubenheimer, alles einheimische Nähmaschinenhersteller sind in Kaiserslautern schon lange kein Thema mehr und es
sind bald nur noch bedeutungslose Namen, die in der Erinnerung verblassen werden.

Ausschnitt Vitrine HP

Umso mehr ist es für die Historie von Kaiserslautern unabdinglich, dass die vollständige Geschichte nachvollzogen und erhalten bleibt.

Wenn nicht heute, wann dann?
Ohne Würdigung der Vergangenheit,
keine Zukunft!

Es ist eine Dokumentation, die bis 1836 zurückreicht und wahre Sensationen in sich birgt. Inhalte über die bisher noch nie oder nur in Fragmenten berichtet wurde, geben Aufschluss über die Zeit der Auswanderung und über das Leben der Gebrüder Pfaff in allen Fazetten ihres Lebens mit teilweise erschreckenden wie unglaublichen Begebenheiten.

Heute im Zeitalter des Internet ist zusätzlich vieles erleichtert um auf Archive in aller Welt zurückgreifen zu können.
Fast erstaunlich, dass es in den USA mehr Abhandlungen über die Pfaff-Instrumentenbauer gibt als es jemals anzunehmen war.
Es ist der krasse Gegensatz zu deren Wurzeln in Kaiserslautern und Deutschland in denen nur halbherzige, wie historisch unbelegte Berichte, vage an die großen Instrumentenbauer erinnern. Eine Tatsache, bei der es zwingend notwendig wurde, Abhilfe zu schaffen und den Instrumentenbau im gesamten zu würdigen.

Ohne Instrumentenbau keine Musik, keine Orchester, keine Kultur! Schon einmal darüber nachgedacht?

Es waren Zugriffe auf amerikanische Einwohnerverzeichnisse möglich, die es jetzt ca. drei Jahre nach den ersten Aufrufen nicht mehr zur Verfügung stehen. Da die Links zu diesen Seiten abgespeichert wurden, sollte es ein leichtes gewesen sein, erneut darauf zurückzugreifen. Weit gefehlt. Die bisherigen Quellen wurden aus dem Netz genommen.

Vielleicht wäre eine Erklärung dazu, dass speziell meine vielfach über viele Monate hinweg gemachten Zugriffe registriert wurden und daher eine Sperre erfolgte. Man weiß es nicht genau. Klar jedoch ist, dass einige vormals frei zugängliche Seiten nur noch über kommerzielle Anbieter aufgerufen werden können.

Bevor diese Recherchen gemacht wurden, stellte sich die Frage, wer an dieser neuen Dokumentation Interesse haben könnte.
An erster Stelle war ich mir selbst Aufklärung schuldig und im Zusammenhang mit der Pfaff-Dokumentation die Historie im Ganzen zu erfassen und abschließen und für Kaiserslautern erhalten zu können. 

Ebenfalls wird der Bogen noch einmal zum Beginn des Nähmaschinenverkaufes gespannt, und damit die wirklich letzte offene Frage beantwortet, wie es überhaupt dazu kam, dass er als Instrumentenbauer das Weltunternehmen Pfaff gründen konnte.

Die Antwort darauf ist eine der unerwarteten, wie fast unglaublichen Überrraschungen, die in dieser Dokumentation die Historie der Nähmaschinenfabrik abrunden und sensationelle bis heute ungeahnte Hinweise auf die tatsächliche Entwicklung des späteren Weltunternehmens Pfaff beinhaltet und bisheriges Wissen auf den Kopf stellen wird.                                 

Die Geschichte PFAFF wird neu geschrieben!

Mit Sicherheit kann angenommen werden, dass es einige spezielle Museen und Sammler gibt die ihre Instrumente neu überdenken müssen und eine genaue Zuordnung zum entsprechenden Pfaff-Instrumentenmacher bekommen werden.

Nur um Beispiele zu nennen. In einem der Instrumentenmuseen wird u. a. ein Kornett dem Hersteller Franz Pfaff zugeordnet obwohl es nicht signiert ist. Ein Helikon wird von ihm wird auf 1920 datiert. Franz Pfaff verstarb 1895.
Anmerkung: Franz Pfaff hatte alle seine Instrumente mit seinem Logo versehen.

Der damalige Besitz des Pfaff-Archives brachte es mit sich, dass Daten erfasst werden konnten, die nicht den vollständigen Eingang in die Dokumentation gefunden haben, da diese sonst nie hätte geschrieben werden können. Bei dieser neuen, den Instrumentenbau betreffenden Dokumentation ist das anders. Hier wurden alle noch so kleinen Informationen erfasst um ein vollständiges Bild bis zu bisher unbekannten bis unglaublichen Begebenheiten zu bekommen.

Erst die jetzt mögliche präzise Zuordnung zum tatsächlichen Hersteller macht aus seltenen Instrumenten Raritäten und verändert nachhaltig den Wert der bisher vorhandenen Instrumente der Instrumentenbauer Pfaff.

Die Dokumentation erscheint im Eigenverlag im Format DIN A4 mit 152 Seiten.
Ausgabepreis 34,90 Euro zzgl. Verpackung und Porto.
Ausgeführt ist sie in deutsch/englisch.  
Abholung in Kaiserslautern oder Bestellungen unter nminf(at)web.de

Pressebericht von Matthias Haag, Rheinpfalz vom 27.07.2019

 

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